Wem gehört meine Idee nach dem Startup Weekend?

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Wem gehört meine Idee nach dem Startup Weekend? Vor allem dann, wenn ich schon schon einen Business Plan erarbeitet habe, mit der Idee zum Startup Weekend komme und “nur noch” nach einem Team zur Umsetzung suche?

Nachdem wir diese Fragen immer wieder hören, haben wir mal unseren Lean Startup Experten und Design Thinker Daniel Bartel gefragt, der darauf ein paar klare Antworten hat:

– Die meisten Ideen kommen relativ unvorbereitet. Wir werden vor Ort das Business Model Canvas anbieten, welches ein Geschäftsmodell schnell erstellen lässt und unkompliziert modifizierbar macht. An dieser Tätigkeit sollte sich das ganze Team beteiligen, um das “Big Picture” und das Revenue-Model zu verstehen.

– Generell ist es so, dass viele Gründer leider Monate damit verbringen, einen Business Plan zu schreiben. Dieser baut in der Regel auf ungetestete Hypothesen auf und ist daher alles andere als vorteilhaft – denn es lässt nur noch wenig Raum für Iteration der Idee, die zwangsweise durch das erste Kundenfeedback entsteht. Eine neue Denkweise ist das explorative Vorgehen mit Hilfe von Interviews, Prototypes etc. Siehe dazu “Lean Startup” und den berühmten Zitat von Steve Blank “No Business Plan will survive the first contact with customers”.

– Der Business-Model-Experte, Alexander Osterwalder, drückt sich sogar noch schärfer aus: “Business plans are intellectual masturbation” (Video).

– Du hast sicherlich viel Zeit und Fleiß in die Ausarbeitung deines Business Plans investiert, das ist klasse! Es gibt dir einen zeitlichen Ablauf und Granularität, die natürlich die oben genannten Philosophien nicht abdecken. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass jedoch mit dem Business Model/ Plan erst die Arbeit los geht und über den Zeitstrahl hinweg sich einiges verändern wird. Er macht also nur einen sehr kleinen Teil davon aus, was am Ende passiert. Daher solltest du dein Team, sofern diese möchten, auch ausgewogen beteiligen – bzw. diese müssen mit der Aufteilung zufrieden sein.

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